Veranstaltungsreihe

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„Ich habe den Schlüssel zum Frieden in der Hand“, verkündete der seit Juni 2010 amtierende Präsident Kolumbiens, bereits wenige Wochen nach seinem Amtsantritt. Mit der Einführung eines Wiedergutmachungsgesetzes für die Opfer der Gewalt und dem formalen Beginn der Friedensverhandlungen mit der linksgerichteten Guerrilla-Gruppe FARC scheint sich der neue Präsident gegen den radikalen Kriegsdiskurs der letzten Regierung abzugrenzen. Dennoch werfen die Entwicklungen der letzten Jahre einen dunklen Schatten auf die aktuellen Ereignisse: Die Infiltrierung des Paramilitarismus in die Institutionen sowie die enorme Anzahl Vertriebener und Verschwundener haben die mangelnde Fähigkeit und Bereitschaft des Staates, die Bevölkerung vor dem Terror der bewaffneten Akteure und rücksichtsloser Eliten zu schützen, offen gelegt.

Diese Widersprüche sind für das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V. Grund genug, die aktuellen Entwicklungen des bewaffneten Konfliktes in Kolumbien und den Widerstand sozialer Bewegungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit dem Projekt wollen wir die Vernetzung und Zusammenarbeit deutscher, kolumbianischer und lateinamerikanischer Menschenrechtsaktvist_Innen fördern. Außerdem wollen wir einen Beitrag zur Integration von Migrant_Innen und zum besseren Verständnis des Schicksals von Flüchtlingen leisten. Zu dem Projekt sind alle herzlich eingeladen, die sich für den weltweiten Schutz der Menschenrechte interessieren.

In der ersten Veranstaltung am 2. Juli werden nach einer Einführung in die Geschichte des kolumbianischen Konfliktes zwei Experten ihre Sicht auf die Gewalt darstellen. Am 28. September findet der zweite Teil des Events mit einem umfangreichen Programm über Menschenrechte in Kolumbien statt. Zusätzlich ist für den zweiten Termin am Abend ein kulturelles Programm mit lockerer Atmosphäre geplant.

Mit dieser Veranstaltungsreihe möchten wir einen Beitrag für ein besseres Verständnis des kolumbianischen Konfliktes leisten. Es soll dargestellt werden, in wie fern sich die soziale Lage und der Konflikt in Kolumbien bis heute entwickelt haben.

Erfahrungen aus dem kolumbianischen Konflikt für Menschen und Organisationen in München darstellen, die sowohl in Ländern mit vergleichbaren bzw. damit zusammenhängenden Problemen als auch mit Flüchtlingen und Migrant_Innen aus Konfliktländern arbeiten.

Für weitere Infos über den Hintergrund der Veranstaltung, die Referent_Innen und das Programm besuchen Sie bitte unserer Website: www.oeku-buero.de

oder unsere Blog: https://friedensprozessinkolumbien.wordpress.com/

Das Öku-Büro freut sich über ihre aktive Teilnahme! gekko-154x86[1]